
Irgendwo am Uferrand der Weser, im Niemandsland zwischen Bremen und Bremerhaven, fanden sich im Frühsommer 2001 sechs Musiker der unterschiedlichsten Stilrichtungen zusammen, um mit ihren Instrumenten und Stimmen zu experimentieren.
Es entstand ein Schmelztiegel aus Soul, Funk, Rap, Dancehall, ..., und reagierte in einer exotermen Reaktion zu einem homogenen Gemisch, das sich auf der Bühne wiederum in reine Energie verwandelt.
Nichts wird bei dieser Formation dem Sampler überlassen, da alles frisch und live zubereitet. Bass, Gitarre, Keyboard, Drums und Raps sorgen für einen warmen, voluminösen und absolut tanzbaren Sound.
Zunächst brachten sie den Motor aus Bass, Gitarre, Keyboard und Schlagzeug zum laufen und schmierten die Kolben in endlosen, vergnüglichen Sessions. Immer dabei waren die beiden Rapper Monty Burns und Marcus Lokus. Während die Musiker immer mehr einen gemeinsamen Sound entwickelten, begannen die beiden dazu Texte zu improvisieren und heraus kamen die ersten vier Stücke (zu hören auf der CD "Die Erste", siehe Discography). Für die Aufnahmen luden sie sich die Sängerin Annika Hilberath und den Saxophonisten Henning Möller ein, die genauso wie Ilja Nagel auch bei den ersten Auftritten der Band dabei waren.
Da die drei allerdings noch anderweitig aktiv waren und sich die Organisation der Proben schwierig gestaltete, schrumpfte die Band wieder auf die ursprüngliche Größe zusammen. Als 2002 das Schicksal zwei bis dahin nebeneinander existierende Lebensadern zusammenführte und das Geisteskollektiv Soulrender auf die Sängerin Alexa traf, wurde eine höhere Bewusstseinsstufe erreicht, in deren Folge die beiden CDs "Sehr schaf" und "Hip Hop, Funk & Fleisch" entstanden. So wie das Schicksal zusammenführt, trennt es auch wieder. Im Jahre 2004 bekam Alexa ein in der Tat - verlockendes Angebot in Berlin zu arbeiten, und nahm es an (Schnüff). Somit war die Soulrender-Crew wieder zu sechst.
Im Jahre 2005 fand dafür ein verlorenes Schäfchen den Weg wieder zurück zu seiner Herde. Nach einem zügellosen Leben und der Verprassung all seines Besitzes in der Fremde, wurde Ilja Nagel zu Hause im Proberaum begrüßt, wie der verloren gegangene Sohn im Lukasevangelium. Nach einem rauschenden Fest, (allerdings ohne die Schlachtung eines Mastkalbes) wurde er unter Freudentränen wieder in die Soulrender-Familie aufgenommen. (Propper XXL weinte so stark, dass der Proberaum auch heute noch feucht und klamm ist und wir einen Luftentfeuchter aufstellen mussten)
Nach einer langen Gesangesdürre und im Verlauf der endlosen Suche nach neuen Einflüssen, trafen die 7 Herren schließlich auf ihre Sängerin Sonja, die wieder frischen Wind in ihr Schaffen einbrachte und endlich die von Alexa hinterlassene Lücke nahtlos auffüllte. Die Ramrot Infantrie (Na, aus welcher Serie stammt dieser Begriff? Wer es errät, kann eine CD gewinnen, indem er eine E-Mail mit der richtigen Antwort an info@soulrender.com schickt !) war wieder komplett einsatzfähig. Und wenn sie nicht gestorben sind, dann spielen sie noch heute.....

